Impingement-Syndrom: Schulterschmerzen beim Heben des Arms verstehen
Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom): Schulterschmerzen beim Heben des Arms. Egal ob Rotatorenmanschetten-Syndrom oder Kalkschulter, bei allen Diagnosen wird immer wieder eine Beteiligung des Impingement-Syndroms in Betracht gezogen. Das Impingement-Syndrom ist relativ einfach diagnostisch einzugrenzen.
Hebt man den Arm zur Seite und kommt es zu Schmerzen ab ca. siebzig Grad, so kann man von einem Impingement-Syndrom ausgehen. Impingement heißt übersetzt aus dem Englischen nichts Anderes als „anschlagen". Der Oberarmkopf schlägt also an der Schulterhöhe an. Das sollte normalerweise beim seitlichen Heben kein Problem sein.

Hier trifft es die deutsche Bezeichnung besser. Man nennt den Zustand auch „Engpass-Syndrom". Wie Sie auf dem Bild sehen, gibt es zwischen Schulterdach und Oberarmkopf einen engen Durchgang. Durch diesen laufen Sehnenansätze und Schleimbeutel. Verdicken sich Schleimbeutel und Sehnenansätze, wird diese Engstelle einfach zu eng. Es kommt zu einer rein mechanischen Engstelle, sodass Sehnen und Schleimbeutel gequetscht und gereizt werden und so bei der entsprechenden Beanspruchung Schmerzen entstehen.
Bei welchen Berufs- und Sportgruppen tritt das Impingement-Syndrom vermehrt auf?
Das Impingement-Syndrom ist besonders häufig bei Menschen, die Überkopfarbeiten ausführen oder Überkopfsportarten betreiben:
- Elektroarbeiter, Maler, Flugzeugmechaniker – über Kopf arbeiten
- Hand- und Volleyballer, Schwimmer, Speerwerfer, Gewichtheber – über Kopf Sportarten
Symptome des Impingement-Syndroms
Abgesehen von den Schulterschmerzen beim seitlichen Heben können noch folgende Symptome auftreten:
- Schmerzen bei Überkopf-Arbeiten
- Schmerzen bei anderen Bewegungen
- Nachtschmerz
- Druckschmerz
Letztendlich kann das Engpass-Syndrom zu einer Überreizung der ganzen Schulter führen und wer jetzt genau zwischen den Zeilen gelesen hat, kennt auch schon den Auslösungsmechanismus.
Schulmedizinische Sicht auf das Impingement-Syndrom
Da werden Verschleißerscheinungen, Schultersehnenverletzungen und Schleimbeutelentzündungen als Ursache angeführt. Richtig und doch falsch, weil das auch nur Symptome der eigentlichen Ursache sind. Die Frage lautet, woher kommen die Schleimbeutelentzündung, die Schultersehnenverletzungen und Verschleißerscheinungen?
Wenn ich diese natürlich operativ behandeln möchte, frage ich leider nicht einfach woher diese Erscheinungen kommen, sondern operiere symptomatisch weiter hinter der Ursache her.
Die normale schulmedizinische Therapie des Schulter-Impingement
- Ruhigstellung
- Schmerzmittel wie Ibuprofen, Voltaren usw.
- Cortisonspritzen
- Kräftigende Krankengymnastik
- Kälte- und Wärmetherapie
- Stoßwellentherapie
Vorsicht bei diesen Therapieverfahren: Sie beseitigen nicht die Ursache, sondern sind zudem noch mit Nebenwirkungen behaftet. Maximal können nur kurzfristige Ergebnisse erreicht werden, durch die Unterdrückung der Schmerzen. Aber der krankhafte Prozess läuft im Hintergrund weiter, so dass man später nur noch schont oder symptomatisch operiert.
Die wahre Ursache des Impingement-Syndroms
Jetzt erkläre ich Ihnen die eigentliche Ursache des Impingement-Syndroms. Ein erster Hinweis sind die Überkopfarbeiten als Auslöser des Syndroms.
Welcher Muskel wird dabei besonders gefordert und verkürzt? Der Musculus supraspinatus (auch Obergrätenmuskel genannt) zieht mit seinem Muskelbauch und Sehnenansatz durch den Engpass zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Der Sehnenansatz zieht über die Oberseite des Kopfes und ist dann an der äußeren Seite verwachsen. So kann er das seitliche Heben (auch Abduktion genannt) zusammen mit anderen Muskeln durchführen.
Jeder kennt es, wenn er einen Bodybuilder sieht, die Muskeln sind durch die einseitige maximale Anstrengung verdickt. Das sind auch die Sehnenansätze, um die starken Muskeln an der Knochenhaut fixieren zu können. Ist der Bodybuilder übersäuert, die Sehne dauerhaft überreizt und ermüdet, von Steroiden geschwächt, kommt es schnell zum Bizepsabriss, aber das ist ein sehr fortgeschrittener Verlauf, der auf unser Beispiel nur zutreffen würde, wenn sehr oft der Schmerz als Warnsignal einfach ignoriert wird und trotzdem dank Schmerztabletten & Co einfach weitergemacht wird, egal ob im Beruf oder in der Freizeit.
Erstmal verdickt sich wie beim Bodybuilder durch Überkopfarbeiten der Supraspinatusmuskel samt Sehne und dadurch wird der Engpass unphysiologisch bzw. unnatürlich eng und der schmerzhafte Verschleiß der Sehne und die schmerzhafte Schleimbeutelentzündung hat damit ihren Auslöser.
Ganzheitliche Behandlung des Impingement-Syndroms
Sie sollten diesen Muskel richtig trainieren und wie bei allen anderen Schmerzbildern gibt es genau dafür spezielle Übungen, die in den allermeisten Fällen nicht im normalen Repertoire zu finden sind.
Wenn Sie keine Lust auf Schmerzmittel haben, Cortisonspritzen und ewige Physiotherapie, so kommen Sie in das Programm „Deine Schulterrettung!". Hier erkläre ich Ihnen genau, teilweise im Direktkontakt, was Sie tun können, um diesen Schmerzen trotz Ihres Hobbys oder Ihrer Arbeit zu entgehen.
Leiden Sie unter Impingement-Syndrom?
Wenn Sie unter Schulterschmerzen beim Heben des Arms leiden und nach einer nachhaltigen Lösung suchen, die Ihre Überkopfarbeiten oder Sportarten nicht einschränkt, vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch. Gemeinsam finden wir einen Weg, wie Sie wieder schmerzfrei arbeiten und trainieren können.
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