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    Kopfschmerzarten

    Cluster-Kopfschmerz: 10 Kriterien, Symptome und Alternativen zur Medikamenten-Prophylaxe

    Der Cluster-Kopfschmerz gilt als eine der schmerzhaftesten Kopfschmerzerfahrungen überhaupt. Betroffene erleben unerträgliche, streng einseitige Schmerzattacken, die oft ohne Vorwarnung auftreten. Eine effektive Clusterkopfschmerz Behandlung ist entscheidend, um die Lebensqualität zu erhalten. Da die Cluster-Kopfschmerz Symptome sehr spezifisch sind, ist eine genaue Diagnose der erste Schritt. In diesem Artikel erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die 10 Kriterien zur Diagnose, die schulmedizinische Vorgehensweise, die gängigen Cluster-Kopfschmerz Medikamente und deren Risiken, wie die Verapamil Nebenwirkungen, und erfahren, welche alternativen, ganzheitlichen Ansätze es zur Prophylaxe gibt.

    Cluster-Kopfschmerz Behandlung

    10 Kriterien zur Diagnose von Cluster-Kopfschmerz

    Da manchmal Clusterkopfschmerzen schwierig von anderen Kopfschmerzarten abgrenzbar sind, möchte ich Ihnen am Anfang zehn Kriterien an die Hand geben, um feststellen zu können, inwieweit die Diagnose Clusterkopfschmerz zutrifft.

    • Clusterkopfschmerzen werden über mehrere Wochen attackenartig ausgelöst (eine Cluster-Kopfschmerz Attacke nach der anderen).
    • Bis zu achtmal täglich können die Attacken auftreten.
    • Meistens treten die Clusterkopfschmerzen auch in der Nacht auf.
    • Eine Attacke dauert 15 bis 180 Minuten an.
    • Es werden starke links- oder rechtsseitige Kopfschmerzen wahrgenommen.
    • Schmerzgebiet ist meistens das Auge, die Stirn oder auch die Schläfen.
    • Die Betroffenen empfinden ein ständiges Bewegungsgefühl und Unruhe.
    • Typisch sind weiterhin ein tränendes, gerötetes Auge und eine laufende oder verstopfte Nase.
    • Das Horner-Syndrom (hängendes Oberlid, verengte Pupillen) kann ebenfalls als Symptom auftreten.
    • Nach einem Schmerz-Zeitraum kann es zu einer beschwerdefreien Zeit kommen.

    Schulmedizinische Behandlung von Cluster-Kopfschmerz: Sauerstoff und Triptane

    Als Erstes untersucht man mittels Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) den Kopf-Halsbereich, um mögliche Ursachen frühzeitig zu erkennen. Hat man erstmal, anhand der Symptome, den Clusterkopfschmerz diagnostiziert, ist die Frage: Was hilft bei Clusterkopfschmerz?

    Die schulmedizinische Akuttherapie konzentriert sich auf zwei Hauptmethoden:

    • 100% Sauerstoff-Therapie: Man hat festgestellt, dass ein Großteil der Patienten eine schmerzbefreiende Wirkung mit Sauerstoff hat. Dabei wird mit einer Gesichtsmaske 100 % Sauerstoff zum Einatmen verabreicht.
    • Triptane: Des Weiteren werden Triptane eingesetzt, die normalerweise bei stärksten Schmerzen und vor allem bei Migräne von schulmedizinischer Seite her eingesetzt werden.
    • Neuraltherapie: Neuraltherapeutisch wird auch gerne Lidocain oder Procain als Betäubungsmittel eingesetzt.

    Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe: Verapamil, Cortison und andere Medikamente

    Letztendlich geht es in der Schulmedizin bei der Vorbeugung immer um die Verabreichung von Medikamenten und nicht um das Ausschalten der wirklichen Ursachen. Diese Cluster-Kopfschmerz Medikamente nimmt man dann über einen sehr langen Zeitraum, um einen möglichen Clusterkopfschmerz zu umgehen.

    Folgende Medikamente werden häufig eingesetzt:

    • Verapamil (ein Kalziumantagonist)
    • Cortison-Präparate
    • Antiepileptika (Topiramat)
    • Lithium

    Nebenwirkungen von Verapamil und anderen Prophylaxe-Medikamenten

    Natürlich sind diese starken Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen behaftet. Ein wichtiger Punkt, den es zu erwähnen gilt: mit anderen Medikamenten kann es zu schweren Wechselwirkungen kommen!

    Verapamil: Wirkung, Risiken und Krebsverdacht

    Bei einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Herzens, bewirkt Verapamil eine Entlastung des Herzens. Das wird in der Behandlung von Herzkrankheiten verordnet. Da es das Schmerzempfinden verändert, wird es auch zur Prophylaxe bei Clusterkopfschmerz verordnet.

    Die Liste der Verapamil Nebenwirkungen ist lang:

    • Kalziumantagonisten stehen unter Verdacht, Krebs auszulösen!
    • Nebenwirkungen sind oft Magen-Darm Probleme bis hin zu einem Darmverschluss.
    • Es ist möglich, dass es zu Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall zum Herzstillstand kommen kann.
    • Des Weiteren treten häufig Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität und Müdigkeit, Ödeme, Hautprobleme wie Nesselsucht und Unterhautblutungen auf.
    • Nebenwirkungen wie Impotenz und Brustschwellungen sind ebenfalls aufgeführt.

    Erst kürzlich war wieder eine Patientin bei mir, die eine Vielzahl von Medikamenten einnahm und trotzdem kaum eine Verbesserung der Lebensqualität gespürt hat. Dabei wird ein großer Aufwand betrieben, um zu reagieren, wenn die Wirkung der Medikamente durch die Nebenwirkung eingeholt wird. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass über 2000 Menschen jährlich an den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln sterben. Die Schmerztherapie allein mit Medikamenten ist also ein Tanz auf dünnem Eis.

    8 Fragen für eine bessere, ganzheitliche Cluster-Kopfschmerz-Therapie

    Wäre es da nicht besser, andere Fragen an den Patienten zu stellen, um eine bessere, auf langfristige Gesundheit ausgerichtete Therapie zu entwickeln? Folgende Fragen könnten das sein, um eine alternative Clusterkopfschmerz Behandlung zu finden:

    • 1
      Gibt es mögliche Grunderkrankungen und wie kann man diese auf natürliche Weise in den Griff bekommen? (z.B. Bluthochdruck, Histamin-Spiegel, Darmflora)
    • 2
      Wie ist der Zustand der Halswirbelsäule?
    • 3
      Liegt eine Fehlbiss-Situation im Kiefer vor?
    • 4
      Wie ist die berufliche und private Stress-Situation?
    • 5
      Gibt es Umweltgifte, die den Körper belasten?
    • 6
      Wie ist die Ernährungssituation?
    • 7
      Wie ist die Bewegungssituation?
    • 8
      Gibt es emotionale Belastungen?

    Ich hoffe, ich konnte aufzeigen, dass es durchaus einen positiven Lernprozess geben kann, der wirklich an der Ursache ansetzt und in vielen Fällen zu einer Schmerzlinderung führt.

    Suchen Sie nach einer Alternative?

    Wenn Sie jetzt selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der sich schon viele Jahre mit Cluster-Kopfschmerzen plagt, dann nutzen Sie die Chance auf eine Kopfschmerz-Analyse-Beratung.

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