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    Das VITARTIC-Schmerzmodell: Die drei Ebenen der Rückenschmerzen verstehen

    Wie entsteht der Rückenschmerz nach dem VITARTIC-Schmerzmodell? Schauen wir uns jetzt die wirklichen Schmerzursachen an und einen Behandlungsweg, der diese berücksichtigt. Das VITARTIC-Schmerzmodell teilt die Entstehung von Rückenschmerzen in drei Ebenen ein.

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    Das VITARTIC-Schmerzmodell

    Die erste Ebene der Schmerzentstehung: Der Faszienschmerz

    Die Faszien sind ein Wunderwerk. Sie durchziehen den ganzen Körper mit einem Netzwerk und stellen viele Körperfunktionen sicher.

    Während früher das Bindegewebe nicht beachtet wurde und bei der Anatomie einfach entfernt wurde, ist es in den letzten Jahrzehnten immer weiter erforscht worden. So stellte man folgende wichtige Bindegewebskriterien fest:

    • Das Bindegewebe speichert Wasser und stellt dieses auch den Körperzellen zur Verfügung.
    • Das Bindegewebe kann Giftstoffe und Säuren speichern und so für den direkten Stoffwechsel neutralisieren.
    • Das Bindegewebe sorgt durch die vielen Rezeptoren für die Wahrnehmung der einzelnen Körperteile und macht damit komplexe Bewegungsmuster erst möglich.
    • Das Bindegewebe signalisiert seine biochemische Qualität durch verschiedenste Gedankensignale: „Heute kann ich Bäume ausreißen!“, oder „Heute fühle ich mich nicht so …!“
    • Das Bindegewebe signalisiert stärkste punktuelle Übersäuerung als brennenden Schmerz.
    • Das Bindegewebe sorgt bei optimaler Versorgung für flüssige und elastische Bewegungen.
    • Das Bindegewebe kann in seiner strangartigen Form (Faszien) Gefäße und Nerven abdrücken.

    Rückenprobleme erklärt

    Sieht man sich jetzt den Rücken an, so findet man dort die stärkste und größte Faszie am menschlichen Körper, die Rückenfaszie. Sie sammelt und puffert Stoffwechselabbauprodukte und genau das kann zu brennenden und blockadeähnlichen Schmerzen führen.

    Hinweise auf den Faszienschmerz sind:

    Brennende Schmerzen, die vor allem morgens auftreten.
    Die Säuren und Schlacken, die vor allem morgens im Körper anfallen, werden bis zum Ausspülen in der Rückenfaszie zwischengelagert. Ist diese sowieso überladen, wird die Konzentration an Säure so stark, dass das Gewebe der Rückenfaszie brennende Schmerzen signalisiert.
    Schmerzen, die kaum mit Schmerzmitteln gesenkt werden können.
    Da diese Schmerzen direkt im Gewebe erzeugt werden, genauso als ob man mit der Hand in ein Säurebad greift, kommt es zu einer direkten Schmerzwahrnehmung. Diese Wahrnehmung kann nur schwer unterbrochen werden. In den meisten Fällen gibt man Opiate, da dann die Wahrnehmung gesenkt wird.
    Schmerzen, die bei Ausdauerbewegungen zu einem Blockadegefühl im Rücken führen.
    Mit jedem Schritt, den man tut, wird eine übersäuerte und unflexible Rückenfaszie fester und letztendlich richtig steif. Wenn dann der Rücken sich aufgrund der Steife kaum noch bewegen lässt, erzeugt das ein Blockadegefühl.
    Ziehende Schmerzen, die einen strangartigen Verlauf haben.
    Eine unflexible Faszie erzeugt einen ziehenden Schmerz, wenn sie auseinandergezogen wird. Manchmal wird dieser Zug schon durch einfaches aufrechtes Stehen erzeugt. Bei der Therapie muss genau ergründet werden, warum die Faszie so unflexibel ist.

    Die zweite Ebene: Der muskuläre Spannungszugschmerz

    Jede Bewegung des menschlichen Körpers ist von Anspannung und Entspannung begleitet. Was bedeutet das genau?

    Führe ich zum Beispiel eine Armbeugung durch, so spanne ich die Arminnenseite, sprich den Bizeps, an und automatisch entspannt sich die Armaußenseite, der Trizeps. Nur so ist die Bewegung möglich. Dieser Vorgang findet bei jedem Gelenk und jeder Körperbewegung statt.

    Durch einseitige Bewegungsmuster, wie Sitzen, nach vorn unten Arbeiten, Gehen und Stehen verkürzen sich unsere Muskeln, da sie sich ständig an die Bewegungsreize anpassen. So werden sie meistens sehr kurz und können nur noch in den üblichen alltäglichen Arbeitswinkeln Kraft aufbauen. Mit der Zeit bauen die Muskeln immer mehr Spannung auf.

    Will man dann eine Beugung oder Streckung ausführen, geben sie nicht mehr nach. Sie können nicht mehr kontrolliert entspannen. Somit spannt die eine Seite an, um die Bewegung auszuführen und die Gegenseite tut dasselbe, da sie durch das Fehltraining nicht entspannen kann.

    Die resultierende Kraft geht direkt in das Gelenk und führt zu einem unnatürlich hohen Anpressdruck der Gelenkflächen, der letztendlich das Gelenk schädigen würde. Um vor dieser Schädigung zu warnen, misst das Gehirn die Spannungsreize im Muskel und projiziert direkt den Schmerz als Warnung vor diesem Verschleiß in den Muskel, der aktiv anspannt, um die Bewegung und damit die Gelenkschädigung zu stoppen.

    Das können plötzlich stechende Schmerzen sein, sich langsam steigernde Schmerzen und Schmerzen, die über den Tag verteilt bei bestimmten Bewegungen immer wieder auftauchen.

    Wichtig ist auch, dass mit dieser Herangehensweise Schmerz endlich logisch wird. Denn wie sonst sollen Phantomschmerzen, bei denen Muskeln maximal verkürzt sind, aber das Gelenk nicht mehr vorhanden ist, erklärbar sein. Oder wie soll ein Knorpel, der keinerlei Schmerzrezeptoren hat, Schmerzsignale aussenden?

    Beim Rücken entsteht dieser Schmerz durch langes Sitzen und nach vorn gebeugte Tätigkeiten. Dadurch verkürzen die Muskeln der vorderen Rumpf-Hüft-Muskulatur (Bauch-, Oberschenkel- und Hüftbeugemuskel). Sie bilden in ihrer Kette meistens den Spannungszug, der auf der gegenüberliegenden Seite dem Rücken Schmerzen auslöst.

    Sitzhaltung

    Verkürzung beim Sitzen, die zur Schmerzzugspannung führt.

    Rückenhaltung

    Im Stehen baut sich dann im Rücken die Gegenspannung zur Schmerzzugspannung auf.

    Bandscheibenprobleme

    Die resultierende Kraft drückt enorm, gerade bei Bewegung auf die Bandscheibe. Um vor der Verletzung zu warnen, projiziert das Gehirn einen starken Warnschmerz in den Rücken.

    Ein Schmerz dient immer dazu, eine Bewegung zu unterbinden. In diesem Fall soll mit dem Schmerz das Aufrichten des Rumpfes unterbunden werden, damit die Druckkräfte auf die Bandscheibe nicht zu groß werden und keine Formveränderung (Bandscheibenvorfall) eintritt.

    Die dritte Ebene: Der Entzündungsschmerz

    Entzündungen entstehen immer da, wo ständige unnatürliche Reize das Gewebe überfordern. Welche Reize können das sein und wie schützt sich der Körper dagegen?

    • »Infektionen können auf verschiedenste Art in den Körper gelangen. Nicht nur die Bakterien alarmieren das Immunsystem des umliegenden Gewebes, sondern die säure belasteten Abfälle der Bakterien. Sie stellen einen Dauerreiz dar. Wenn ein Gelenk sehr wenig bewegt wird, können sich dort Bakterien festsetzen, die über Zahninfektionen, Erkältungserkrankungen in den Körper gelangt sind. Oder das Gelenk wird direkt mit Bakterien bei einer OP infiziert.
    • »Punktuelle Übersäuerungen, zum Beispiel durch Harnsäurekristalle, führen zu Entzündungsschmerzen.
    • »Zu hohe Zugspannungen am Sehnen-Knochenhaut Übergang reizen die Knochenhaut und führen zu Entzündungen, die häufig mit einer Spornbildung einhergehen. Zum Beispiel Fersensporn.
    • »Auch Schwermetallbelastungen können zusammen mit Elektrosmog und/oder Aluminium Entzündungen an verschiedensten Körperregionen hervorrufen. Gerade dort, wo etwas abgeklemmt und minder durchblutet wird, zum Beispiel durch starke Muskelverspannungen, kommt es zu solchen Ablagerungen.

    In diesen Fällen versucht sich der Körper vor dem unnatürlichen Reiz zu schützen, indem er Bindegewebe bildet. In der betroffenen Region wird mehr Bindegewebe eingelagert. Es kommt zur Fibrose.

    Typische Entzündungsschmerzen:

    Druckschmerzen: Man liegt zum Beispiel auf der Seite und der seitlichste Knochen (Trochanter Major) ist überempfindlich und fängt an zu schmerzen, sodass die Schlafqualität stark eingeschränkt ist. Oder drückt bestimmte Punkte und spürt, wie diese überempfindlich sind und sofort mit starkem Schmerz reagieren.

    Punktschmerzen: Der Schmerz ist immer an einem bestimmten Punkt lokalisiert, verstärkt sich bei Bewegung und ist selbst in Ruhestellung tastbar.

    Ganze Wirbelsäulenbereiche: Wie zum Beispiel die Brustwirbelsäule. Natürlich können auch ganze Bereiche entzündet sein. Das zeigt sich meistens durch Schwellung und Temperaturerhöhung.

    Rückenschmerzen und die Ursachen

    Gerade tief neben und an der Wirbelsäule auftretende punktuelle Schmerzen sind typisch für diese Region. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

    1. Drahtseilähnliche Hartspann-Muskelzüge setzen zum Beispiel an den Dornfortsätzen an und überreizen mit ihrer Zugspannung die Knochenhaut. Dies ist mit der Zeit ein dauerhafter unnatürlicher Reiz, auf den der Körper mit einem schmerzhaften Entzündungsprozess reagiert.
    2. Auch Ablagerungen in der Rückenfaszie können Entzündungsschmerzen hervorrufen. Zum Beispiel Schwermetalle, die sich punktuell durch die verkrampfte Rückenmuskulatur dort stauen und ablagern.
    3. Infektionen und deren Säurefluten können zu Entzündungsschmerz führen. Auch eine dauerhafte Übersäuerung ist ein unnatürlicher Reiz, der Entzündungsprozesse in Gang setzt. Stelle dir einfach vor, Sie würden Ihre Hände immer wieder in einer aggressiven Flüssigkeit baden. Irgendwann würden sich Ihre Handhaut auch entzünden und Schmerzen auftreten.

    Leiden Sie unter Rückenschmerzen?

    Wenn Sie die wahren Ursachen Ihrer Schmerzen verstehen und den Faszienschmerz, Spannungszugschmerz oder Entzündungsschmerz natürlich auflösen möchten, lassen Sie uns gemeinsam die Ursachen behandeln.

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